
Maulwurf vertreiben oder doch Wühlmäuse vertreiben? So erkennen und handeln Sie richtig
28.01.2026
Wer Erdhaufen und plötzlich geschädigte Pflanzen im Garten bemerkt oder unterirdische Gänge vermutet, fragt sich oft: Sind Maulwurf oder Wühlmaus dafür verantwortlich? Die richtige Einordnung ist entscheidend: Der Maulwurf steht in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) unter besonderem gesetzlichem Schutz. Er darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden und auch seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Erlaubt sind nur schonende Vergrämungsmaßnahmen, sofern sie keine erhebliche Störung verursachen und das Tier nicht verletzen. Ausnahmegenehmigungen, beispielsweise für Sportplätze, müssen bei der zuständigen Naturschutzbehörde eingeholt werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften kann empfindliche Bußgelder, behördliche Auflagen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Um dies zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, sich im Vorfeld eingehend zu informieren.
Anders verhält es sich im Umgang mit Wühlmäusen. Sie stehen in Deutschland nicht unter besonderem gesetzlichem Schutz. Dennoch müssen tierschutzgerechte Mittel beim Vertreiben von Wühlmäusen beachtet werden, um die Tiere nicht unnötig zu verletzen oder zu quälen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie erkennen, welches Tier in Ihrem Garten aktiv ist. Zudem lesen Sie, welche Maßnahmen erlaubt sind und wie Sie gezielt Wühlmäuse vertreiben oder tierschonend Maulwürfe vertreiben können. Der Beitrag sensibilisiert für rechtliche Rahmenbedingungen, die begrenzte Wirkung vieler Hausmittel und zeigt, wann der Einsatz von Wühlmausfallen sinnvoll sein kann.
Inhaltsverzeichnis
Maulwurf oder Wühlmaus im Garten erkennen und richtig zuordnen
Ein deutliches Erkennungsmerkmal, ob es sich bei den Spuren in Ihrem Garten um das Werk von Maulwurf oder Wühlmaus handelt, ist die Form der Erdhügel. Maulwurfshügel sind mittig aufgeworfen, hoch und gleichmäßig geformt. Von oben erscheinen sie rund, von der Seite kegelförmig und erinnern an kleine Vulkane. Wühlmaushügel dagegen sind eher flach, seitlich geöffnet und unregelmäßig. Auch das Gangsystem unterscheidet sich. Ein Maulwurf im Garten gräbt tieferliegende Gänge und jagt dort nach Insekten, Regenwürmern und Larven. Seine Tunnel sind stabil und verlaufen in verschiedenen Etagen. Dagegen befinden sich die Gänge von Wühlmäusen im Garten meist nur knapp unter der Oberfläche: Sie verlaufen oft parallel zu Beeten und knicken eckig ab. Typisch für Wühlmäuse im Garten sind zudem Fraßspuren an Pflanzenwurzeln und Gemüseknollen.
Praxis-Tipp zur Unterscheidung: Wer also viele Hügel, aber keine Schäden an Pflanzen entdeckt, hat vermutlich einen Maulwurf im Garten. Wenn Ihre Pflanzen oder Ihr Gemüse im Garten jedoch plötzlich welken und Sie beim Ausgraben angenagte Wurzeln entdecken, sind dies deutliche Anzeichen dafür, dass Sie Wühlmäuse vertreiben sollten. Wer sich unsicher ist, kann die sogenannte Verwühlprobe machen: Dies ist eine einfache und effektive Methode, um festzustellen, ob ein Gangsystem im Garten von einem Maulwurf oder einer Wühlmaus bewohnt wird. Der entscheidende Unterschied liegt im Verhalten der Tiere auf eine Störung. Legen Sie vorsichtig den unterirdischen Gang im Anschluss an den Erdhügel frei. Dazu können Sie beispielsweise mit einem Stock oder Spaten in den Boden stechen, bis Sie auf einen Hohlraum stoßen und diesen freilegen. Der freigelegte Bereich sollte etwa 20 bis 30 cm lang sein. Warten Sie einige Stunden oder bis zum nächsten Tag.
Wird ein freigelegter Gang innerhalb weniger Stunden wieder verschlossen, handelt es sich bei ihrem Gartenbewohner sehr wahrscheinlich um eine Wühlmaus. Denn Wühlmäuse sind licht- und luftempfindlich und verschließen den geöffneten Gang in der Regel innerhalb von zwei bis sechs Stunden, um ihr Gangsystem zu schützen. Maulwürfe dagegen reagieren langsamer, der Gang bleibt mehrere Tage oder dauerhaft offen. Da Maulwürfe Einzelgänger sind, legen sie ihre Gänge in der Regel nur einmal an oder meiden gestörte Bereiche. Oft verschließen sie die Öffnung nicht, sondern graben einfach an einer anderen Stelle weiter oder untertunneln den geöffneten Bereich.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Beschaffenheit des Erdhügels. Die Erde in Maulwurfshügeln ist eher fein und krümelig, da Maulwürfe Insektenfresser sind und keine Wurzeln mit nach oben bringen. Wühlmaushügel und die darunter liegenden Gänge dagegen enthalten oftmals Wurzeln oder Pflanzenreste, da Wühlmäuse Pflanzenfresser sind.
Maulwurf vertreiben: Was ist erlaubt?
Da der Maulwurf unter besonderem gesetzlichem Schutz steht, darf er weder gefangen noch verletzt oder getötet werden. Erlaubt ist jedoch das sogenannte Vergrämen: also das sanfte Vertreiben durch wiederholte, harmlose Störungen. Ziel dabei ist, dass der Maulwurf den Garten freiwillig verlässt.
Besonders bewährt haben sich hierfür Schall- und Vibrationsgeräte. Diese senden Impulse in den Boden, die der Maulwurf mit seinen hochsensiblen Sinnesorganen wahrnimmt. Die Reize wirken bedrohlich auf ihn, sodass er die betroffene Fläche meidet.
Im Gegensatz zu kurzlebigen Gerüchen und Hausmitteln wie beispielsweise Essig oder Kaffeesatz wirken diese Geräte gleichmäßig und dauerhaft, vorausgesetzt, sie werden richtig im Boden positioniert und ausreichend flächendeckend eingesetzt.
So setzen Sie Schall- und Vibrationsgeräte richtig ein: Achten Sie darauf, dass der Maulwurf nicht eingeschlossen wird. Werden die Geräte rund um das Grundstück oder Beet kreisförmig aufgestellt, besteht keine Fluchtmöglichkeit mehr. Das Tier kann dem Reiz nicht entkommen, was nicht nur unwirksam, sondern auch tierschutzwidrig ist.
Platzieren Sie die Geräte daher von innen nach außen versetzt. So entsteht ein „Fluchtkorridor“, über den sich der Maulwurf in ruhigere Bereiche zurückziehen und letztlich den Garten verlassen kann. Nur so ist eine erfolgreiche und tiergerechte Vergrämung möglich.
Dennoch gibt es keine Garantie für eine dauerhafte Vertreibung. Häufig kehren Maulwürfe nach einiger Zeit zurück oder verlegen ihr Gangsystem an eine andere Stelle im Garten. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft nicht eindeutig feststellbar. So können beispielsweise Gewöhnungseffekte auftreten, denn Maulwürfe sind anpassungsfähige Tiere. Wenn Geräte dauerhaft denselben Ton in gleichbleibender Frequenz aussenden, kann sich das Tier mit der Zeit an den Reiz gewöhnen und diesen schlicht ignorieren.
Ein weiterer Einflussfaktor ist die Bodenbeschaffenheit: Die Ausbreitung von Schallwellen und Vibrationen hängt stark von der Bodenart ab. In sandigen, lockeren Böden verlieren die Impulse schneller an Wirkung, während sie sich in lehmigen oder feuchten Böden besser ausbreiten. Dadurch kann die tatsächlich wirksame Reichweite der Geräte in der Praxis deutlich geringer ausfallen als vom Hersteller angegeben.
Auch bauliche oder natürliche Hindernisse können die Wirksamkeit von Maulwurfvertreibern deutlich mindern. Mauerwerk, Fundamente oder dichte Wurzelgeflechte können die Weiterleitung von Vibrationen unterbrechen. Der Maulwurf umgeht diese Bereiche dann einfach und setzt seine Grabtätigkeit in ungestörten Zonen fort.
Ebenso spielt die Qualität der eingesetzten Geräte eine große Rolle. Nicht jedes Produkt erzeugt Töne und Vibrationen in ausreichender Stärke oder mit wechselnden Frequenzen. Bleiben die Signale gleich, gewöhnt sich der Maulwurf daran und reagiert nicht mehr.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ausschließlich speziell entwickelte Markenprodukte von seriösen Herstellern zu verwenden. Diese Geräte sind fachgerecht konstruiert, um Maulwürfe schonend zu vergrämen und dabei keine erhebliche Störung zu verursachen. Achten Sie darauf, dass die Hersteller die Eignung ihrer Produkte für eine schonende Vergrämung angeben. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf Erfahrungsberichte und Kundenrezensionen, da sie wertvolle Hinweise auf die tatsächliche Wirksamkeit und die Qualität der Geräte geben.
Um die Erfolgschancen zu erhöhen, ist es ratsam, verschiedene Methoden zu kombinieren und auszuprobieren, welche Variante im jeweiligen Garten am besten wirkt. Da der Maulwurf unter gesetzlichem Schutz steht, sind die Mittel, um einen Maulwurf zu vertreiben, jedoch begrenzt. Auch wenn es keine Garantie auf Erfolg gibt, bieten professionelle, eigens zur Maulwurfvergrämung entwickelte Schall- und Vibrationsgeräte viele Vorteile: Sie lassen sich schnell und einfach installieren, können durch den kombinierten Einsatz mehrerer Geräte größere Flächen abdecken und funktionieren dabei besonders tierschonend. Ergänzend können auch unschädliche geruchsintensive Mittel, beispielsweise auf natürlicher Basis, sowie häufige Bodenbewegung, etwa durch regelmäßiges Rasenmähen, den Vertreibungseffekt unterstützen.
Hinweis: Dieser Ratgeber konzentriert sich auf rechtlich zulässige und tierschonende Methoden wie Schall- und Vibrationsgeräte. Auf die Empfehlung einzelner geruchsintensiver Mittel wird in diesem Zusammenhang bewusst verzichtet, da deren Wirkung zu stark von Standort und Bodenbedingungen abhängt und nicht allgemeingültig ist.
Warum Hausmittel gegen Maulwurf oder Wühlmaus kaum helfen
Zahlreiche Internet-Tipps versprechen schnelle Hilfe gegen Maulwürfe oder Wühlmäuse im Garten: Von vibrierenden Plastikflaschen über Kaffeesatz, Essig, Gummibärchen bis hin zu Urin. Die Idee dahinter: Geräusche oder intensive Gerüche sollen den Maulwurf stören, ohne ihn zu verletzen. Solche Hausmittel wirken in den seltensten Fällen nachhaltig. Zwar kann es kurzfristig zu einer Reaktion kommen, doch in der Praxis verlegt der Maulwurf häufig einfach sein Tunnelsystem oder kehrt bald zurück.
Viele dieser Methoden scheitern aus mehreren Gründen: Geräusche, die für Menschen auffällig wirken, sind für Maulwurf oder Wühlmaus nicht automatisch bedrohlich. Gleichzeitig verflüchtigen sich viele Gerüche schnell im Boden oder wirken gar nicht tief genug ins Erdreich. Kuriose Tipps wie geschmolzene Gummibärchen oder Urin sind unhygienisch und können sogar andere Tiere anziehen, etwa Ratten.
Besonders problematisch sind Hausmittel, die gegen geltendes Recht verstoßen. So ist der Einsatz von Fallen oder Gift zum Maulwürfe vertreiben durch den besonderen gesetzlichen Schutz des Maulwurfs streng verboten, da sie ihn verletzen oder töten könnten. Wer sich nicht daran hält, riskiert empfindliche Geldstrafen, behördliche Maßnahmen oder sogar strafrechtliche Folgen. Auch der Einsatz chemischer Mittel, die direkt oder indirekt zu Verletzungen, Vergiftungen oder erheblichen Störungen führen können,ist nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes (und bei besonders geschützten Arten wie dem Maulwurf zusätzlich nach dem Bundesnaturschutzgesetz) unzulässig bzw. nur in ausdrücklich zugelassenen Ausnahmefällen erlaubt. Für diese Fälle muss vorab eine entsprechende Ausnahmegenehmigung beantragt und erteilt werden.
Hinweis: Auch wenn manche Onlineshops Maulwurffallen, Gift oder ähnliche Produkte anbieten, ist ihr Einsatz in Deutschland verboten. Verkauf und Besitz können zwar erlaubt sein, die Anwendung gegen den streng geschützten Maulwurf jedoch nicht. Maulwurffallen dürfen daher in Deutschland nicht verwendet werden. Selbst dann nicht, wenn sie frei erhältlich sind.
Ein weiterer Aspekt: Hausmittel bieten nur eingeschränkte Möglichkeiten zur gezielten Steuerung oder Dosierung. Während moderne Schall- und Vibrationsgeräte kontrolliert Impulse erzeugen und angepasst eingesetzt werden können, wirken Hausmittel meistens diffus und unberechenbar.
Unser Fazit: Wer Maulwürfe nachhaltig und gesetzeskonform aus dem Garten vertreiben möchte, sollte auf zugelassene und erprobte Lösungen setzen. Hausmittel können im besten Fall kurzfristig irritieren, lösen das Problem aber selten dauerhaft. Im schlechtesten Fall sind sie zudem rechtlich oder hygienisch bedenklich.
Tierschonend Wühlmäuse vertreiben
Da Wühlmäuse im Garten im Gegensatz zum Maulwurf nicht unter besonderem gesetzlichem Schutz stehen, haben Gartenbesitzer bei der Wahl der Bekämpfungsmaßnahmen grundsätzlich mehr Spielraum. Dennoch müssen alle eingesetzten Methoden uneingeschränkt mit geltenden Rechtsvorschriften im Einklang stehen. Ob Lebendfang, mechanische Fallen oder Vergrämung, jede Maßnahme sollte sorgfältig geplant und regelmäßig kontrolliert werden.
Wer Wühlmäuse vertreiben möchte, kann zunächst auf Vergrämungsmittel setzen. Häufig kommen, ähnlich wie beim Vertreiben von Maulwürfen, Geräte zum Einsatz, die Vibrationen oder Schall aussenden. Diese stören die Tiere in ihrem Gangsystem und veranlassen sie, das Gebiet zu verlassen. Die Hinweise zur richtigen Platzierung gelten entsprechend den Geräten zum Maulwurfvertreiben. Besonders praktisch sind die oben als Produkt-Empfehlungen gezeigten Kombigeräte, die auch bei einer unklaren Bestimmung von Maulwurf oder Wühlmaus eingesetzt werden können, da sie schonend wirken und somit für beide Arten geeignet sind.
Als weitere Vergrämungsmethoden können Duftstoffe oder Gase dienen, die für Wühlmäuse im Garten unangenehm sind. Ihre Wirkung hängt jedoch stark von Bodentyp, Witterung und sorgfältiger Anwendung ab, weshalb sie in der Praxis sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Hinweis: Auf die Empfehlung einzelner Duftstoffe oder Gase wird auch in diesem Zusammenhang bewusst verzichtet, da deren Wirkung zu stark von Standort und Bodenbedingungen abhängt und nicht allgemeingültig ist.
Eine bewährte und tierschonende Möglichkeit ist der Einsatz von Lebendfallen, wie beispielsweise der Wühlmaus Röhrenfalle VoleX alive von KERBL. Diese werden direkt in die Gänge gesetzt und sollten stets mit Handschuhen berührt werden, um Gerüche zu vermeiden. Gefangene Tiere können anschließend weit entfernt wieder freigelassen werden. Wichtig ist, die Fallen täglich zu kontrollieren, um Leiden zu vermeiden und den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.
Vorbeugend lässt sich das Wurzelwerk empfindlicher Pflanzen durch den Einsatz von Wurzelschutzkörben schützen. Diese Drahtgeflechte werden beim Einpflanzen um den Wurzelballen gelegt und verhindern so dauerhaft, dass Wühlmäuse die Wurzeln erreichen. Besonders für junge Bäume und Sträucher ist diese Methode sinnvoll. Zwar erfordert das Anbringen, insbesondere bei bestehenden Pflanzungen, zusätzlichen Aufwand, doch die Schutzwirkung ist langfristig. Empfehlenswert ist beispielsweise der verzinkte Wühlmauskorb von VOSS.farming, der sich einfach handhaben lässt und über viele Jahre wirksam bleibt.
Oft ist eine Kombination mehrerer Maßnahmen am erfolgreichsten. Die Entscheidung für bestimmte Methoden hängt von der Größe des Gartens, dem Ausmaß des Befalls und der persönlichen Haltung zum Tierschutz ab. Unabhängig von der gewählten Vorgehensweise gilt: Alle Maßnahmen müssen uneingeschränkt mit den geltenden Rechtsvorschriften im Einklang stehen. Dazu gehören insbesondere das Tierschutzgesetz sowie die Regelungen für den Einsatz von Mitteln zur Schädlingsbekämpfung (Pflanzenschutz- und Biozidrecht) und eventuelle landesspezifische Vorgaben. Ein Verstoß kann hohe Bußgelder, behördliche Auflagen oder sogar strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfehlen wir Ihnen, sich vorab umfassend zu informieren. Wer sich vor Beginn einer Bekämpfung bei der zuständigen Behörde oder einer fachkundigen Beratungsstelle informiert, vermeidet rechtliche Risiken und sorgt für eine tiergerechte Umsetzung.
Viele Wühlmäuse im Garten: Wann eine Wühlmausfalle sinnvoll sein kann
Wühlmäuse im Garten können sich innerhalb kurzer Zeit stark vermehren. Ein einziges Weibchen kann mehrmals im Jahr Würfe mit bis zu acht Jungtieren zur Welt bringen. Wenn sich der Befall dadurch rasch ausbreitet, kann eine gezielte Reduzierung der Population sinnvoll sein. In solchen Fällen kommen mechanische Wühlmausfallen mit Schnappmechanismus in Betracht. Diese Fallen lösen bei Kontakt aus und dienen der sofortigen Tötung.
Da Wühlmausfallen mit Schnappmechanismus nicht zu den tierschonenden Methoden zählen, ist besondere Sorgfalt bei der Anwendung erforderlich. Wichtig ist die sachgemäße Handhabung fachgerecht konstruierter Geräte sowie die Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften zum Schutz des Tieres. Falsch angebrachte oder unzureichend gewartete Fallen können zu Verletzungen oder langem Leiden führen und stehen damit im Widerspruch zu den Anforderungen des Tierschutzes.
Eine spezielle Form der Bekämpfung ist die Wühlmausschussfalle, auch als Wühlmausschussgerät oder Wühlmausselbstschuss bezeichnet. Diese Geräte arbeiten mit Kartuschentechnik und werden direkt in den Hauptgang eingebaut. Sie reagieren auf Bewegung und lösen einen Schuss aus. Aufgrund der Funktionsweise gehören sie ebenfalls nicht zu den tierschonenden Maßnahmen und bergen zudem ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Ihr Einsatz erfordert besondere Vorsicht, die strikte Beachtung gesetzlicher Vorgaben und eine gründliche Einweisung in die sichere Handhabung. Je nach Gerätetyp können zusätzlich waffen-, sprengstoff- oder landesrechtliche Bestimmungen zu beachten sein. Der Erwerb ist zudem nur Personen ab 18 Jahren gestattet.
Wir erwähnen diesen Gerätetyp hier ausschließlich der Vollständigkeit halber, um sie klar von den zuvor beschriebenen mechanischen Wühlmaus-Schnappfallen abzugrenzen. Wer den Einsatz solcher Mittel in Betracht zieht, sollte sich unbedingt vorab intensiv beraten lassen und die rechtlichen Rahmenbedingungen prüfen.




