
Stallbau und Stallausstattung für Geflügel
03.02.2026
Wer Geflügel artgerecht halten möchte, sei es Hühner, Enten oder Gänse, kommt an einem gut geplanten Stall nicht vorbei. Der Stall dient nicht nur als schützender Rückzugsort, sondern beeinflusst maßgeblich die Gesundheit, das Verhalten und die Legeleistung der Tiere. Vom Standort über die Größe bis hin zur Ausstattung gibt es viele Aspekte zu beachten, um den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden ganz gleich, ob in hobbymäßiger, privater oder gewerblicher Haltung.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, worauf es beim Stallbau ankommt, welche Ausstattung sinnvoll ist und wie Sie mit durchdachten Produkten aus unserem Shop ein stabiles, sicheres und tiergerechtes Zuhause für Ihr Geflügel schaffen.
Inhaltsverzeichnis
Anforderungen an einen funktionalen Geflügelstall
Ein durchdachter Geflügelstall legt die Grundlage für eine stressfreie und gesunde Tierhaltung. Die Bedürfnisse von Hühnern, Enten oder anderem Geflügel unterscheiden sich in manchen Details, doch es gibt grundlegende Anforderungen, die für jede Tierart gelten. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden der Tiere, das durch eine geeignete Stallkonstruktion unterstützt werden kann. Ein funktionaler Stall bietet Schutz vor Niederschlag, Wind, starker Sonneneinstrahlung und gegebenenfalls tiefen Außentemperaturen. Darüber hinaus hilft er dabei, Fressfeinde fernzuhalten und Krankheiten vorzubeugen.
Ein Geflügelstall erfüllt nicht nur eine praktische Funktion, sondern beeinflusst auch das Verhalten und die Legeleistung der Tiere. Unruhe, Federpicken oder ausbleibende Eier können Hinweise darauf sein, dass es an der Stallgestaltung noch Verbesserungsbedarf gibt. Wer sich mit dem Stallbau beschäftigt, sollte daher sowohl die Sicherheit als auch den Komfort im Blick behalten.
Die Bedeutung der richtigen Stallgröße und Struktur
Die Fläche im Inneren eines Geflügelstalls entscheidet darüber, ob sich die Tiere stressfrei bewegen können. Eine zu hohe Besatzdichte führt schnell zu Spannungen innerhalb der Gruppe. Für Hühner gilt bei privater Haltung als Faustregel, dass mindestens ein Quadratmeter Stallfläche pro Tier zur Verfügung stehen sollte. Bei Enten oder Gänsen ist die Fläche oft noch etwas großzügiger zu bemessen.
Neben der Grundfläche ist auch die Aufteilung des Stalls von Bedeutung. Hühner schätzen erhöhte Sitzgelegenheiten für die Nachtruhe, während Enten und Gänse bodennah ruhen. Durchdachte Stallstrukturen mit unterschiedlichen Ebenen und klar abgegrenzten Bereichen für Schlaf, Futter und Eiablage unterstützen das natürliche Verhalten der Tiere. Türen und Ausgänge sollten so positioniert sein, dass ein ungehinderter Zugang zum Auslauf möglich ist.
Licht, Luft und Temperatur im Stallinneren
Ein ausgewogenes Stallklima ist für die Gesundheit Ihrer Tiere unerlässlich. Tageslicht sollte möglichst über Fenster oder lichtdurchlässige Elemente in das Innere gelangen. Eine natürliche Beleuchtung unterstützt den Biorhythmus und fördert das Wohlbefinden. Gleichzeitig ist es wichtig, den Stall gut zu belüften. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung von Keimen und kann zu Atemwegserkrankungen führen.
Die Temperatur im Stall sollte über das Jahr hinweg möglichst konstant gehalten werden. Gerade in den Übergangszeiten ist es hilfreich, Zugluft zu vermeiden, ohne die Frischluftzufuhr zu unterbrechen. In sehr kalten Regionen kann eine zusätzliche Isolierung sinnvoll sein. Auch die Wahl des Stallstandorts spielt eine Rolle. Ein geschützter, leicht erhöhter Platz verhindert Staunässe und sorgt dafür, dass das Stallinnere trocken bleibt.
Geeignete Einstreu für ein gesundes Stallklima
Die Wahl der Einstreu beeinflusst maßgeblich das Stallklima. Geeignete Materialien nehmen Feuchtigkeit auf, binden Gerüche und bieten den Tieren die Möglichkeit zum Scharren. Häufig werden Hobelspäne, Stroh oder Hanfeinstreu verwendet. Wichtig ist, dass die Einstreu regelmäßig gewechselt wird, um eine Belastung mit Keimen zu vermeiden.
Eine gleichmäßige Einstreu trägt dazu bei, dass sich die Tiere wohlfühlen und beschäftigt sind. Besonders Hühner nutzen den Boden intensiv zur Futtersuche und Gefiederpflege. Bei dauerhaft feuchter oder verklumpter Einstreu steigt das Risiko für Parasiten oder Fußprobleme. Auch in den Legenestern sollte stets frische, weiche Einstreu vorhanden sein, um die Eier vor Bruch und Verschmutzung zu schützen.
Legenester als Rückzugsort für Hennen
Ein abgeschirmter Bereich für die Eiablage ist für Hennen besonders wichtig. Legenester bieten den Tieren einen ruhigen, abgedunkelten Rückzugsort, an dem sie ihr Ei unbeobachtet ablegen können. Die Größe und Form der Nester sollte so gewählt werden, dass sich die Tiere problemlos hineinsetzen und wenden können.
Werden keine festen Plätze angeboten, kann es passieren, dass Hennen ihre Eier unkontrolliert im Stall oder im Auslauf ablegen. Das erschwert die tägliche Kontrolle und erhöht die Gefahr von Bruch oder Diebstahl durch andere Tiere. Gut platzierte Legenester fördern nicht nur die Sauberkeit der Eier, sondern helfen auch dabei, den Legezyklus der Tiere besser zu beobachten.
Schutzmaßnahmen gegen äußere Einflüsse
Neben der Innenausstattung spielt der äußere Schutz des Geflügelstalls eine wichtige Rolle. Fressfeinde wie Marder, Füchse oder Greifvögel stellen eine ständige Bedrohung dar. Ein stabiles Fundament, verschließbare Türen und engmaschige Gitter an Fenstern helfen dabei, ungebetene Gäste fernzuhalten. Auch der Auslauf sollte gut gesichert sein, besonders in der Dämmerung und nachts.
Ein Geflügelschutznetz kann zusätzlich über das Freigehege gespannt werden, um das Eindringen von Raubvögeln zu verhindern. So bleiben die Tiere auch bei offenem Zugang zum Auslauf geschützt. Die regelmäßige Kontrolle der Schutzmaßnahmen ist dabei ebenso wichtig wie deren sorgfältige Installation.







