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Wolfsschutz /-abwehr

Über 150 Jahre war er verschwunden. Jetzt ist er wieder da: Der Wolf! Naturschützer freuen sich, dass der Wolf endlich wieder Teil unseres natürlichen Ökosystems ist. Viele Menschen haben aber auch Angst vor dem wilden Raubtier. Das Bild des „bösen Wolfs“ ist aufgrund zahlreicher Märchen und Sagen immer noch tief in den Köpfen der Menschen verankert. Um diese Ängste zu nehmen, bedarf es Aufklärungsarbeit. Vor allem Jäger, Landwirte sowie Hobby- und Nutztierhalter schlagen Alarm. Sie sehen sich und Ihre Tiere massiv durch die zunehmende Ausbreitung des Wolfes bedroht! Ganz unbegründet sind diese Sorgen nicht. Schafe und andere Paarhufer stellen für den Wolf leichte Beute dar. Allerdings gibt es Möglichkeiten die Tiere zu schützen und ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf zu ermöglichen!

Probleme mit Wölfen

Probleme mit Wölfen tauchen vor allem in Zusammenhang mit der Jagd und Nutztierhaltung auf. Weitere Konflikte können mit kranken Wölfen, Hybriden oder Wölfen entstehen, die von Menschen gefüttert werden.

Jäger sehen den Wolf als direkten Konkurrenten.
Da sich die Wölfe überwiegend von Schalenwild ernähren, sehen die Jäger ihren Jagdertrag gefährdet. Bestätigt werden konnten diese Befürchtungen bis jetzt allerdings noch nicht. Trotz zunehmender Wolfvorkommen konnte kein Rückgang der Jagdstrecken festgestellt werden. Mit Veränderungen ist trotzdem zu rechnen. Mit zunehmenden Wolfsvorkommen wird das Schalenwild seine Sozialstruktur und sein Zeit-Raum-Verhalten an das Zusammenleben mit den Wölfen anpassen. Als Folge werden auch die Jäger neue Jagdstrategien entwickeln müssen. Wie und ob die Wildbestände in den kommenden Jahren tatsächlich abnehmen, bleibt abzuwarten.

Aber nicht nur die Jäger sorgen sich um ihre Tiere.
Besonders die Nutztierhalter von Schafen, Ziegen und Gatterwild fürchten, dass Ihre Tiere Opfer einer Wolfsattacke werden könnten.
Obwohl diese Paarhufer nur eine untergeordnete Rolle in der Wolfsnahrung spielen, kommt es immer wieder vor, dass einzelne Tiere gerissen werden. Der Grund dafür ist, dass Wölfe bevorzugt Tiere jagen, die leicht zu erbeuten sind. Besonders Schafe und Ziegen stellen wegen ihrer geringen Größe, ihres fehlenden Abwehr- und Fluchtverhaltens leichte Beute für die Wölfe dar.

Mit den folgenden Schutzmaßnahmen lassen sich die Tiere allerdings gut schützen:

  • Aufbau von Elektrozäunen
  • Einstallen der Tiere über Nacht
  • Einsatz von Herdenschutzhunden

Die genannten Schutzmaßnahmen werden in allen Wolfsgebieten empfohlen und helfen die Schäden auf ein Minimum zu reduzieren.

Übergriffe auf Menschen werden zwar häufig befürchtet, sind allerdings äußerst unwahrscheinlich!
Menschen gehören nicht zum Beutespektrum der Tiere. Wölfe wittern die Fährte eines Menschen meist schon aus weiter Entfernung und weichen ihm aus. Konflikte entstehen meist nur mit kranken Tieren, Hybriden oder Wölfen, die von Menschen gefüttert werden.

Tollwütige Tiere reagieren oft unberechenbar und können für den Menschen zur Gefahr werden. Da die Krankheit in Mittel- und Westeuropa allerdings nahezu ausgerottet ist, ist das Risiko einem tollwütigen Wolf zu begegnen, sehr gering. Intensives Wolfsmonitoring und Tollwutkontrollen behalten die Situation ständig im Blick!

In Ausnahmesituationen kann es vorkommen, dass sich Wolf und Haushund paaren. Die daraus entstehenden Hybride sollten keinesfalls als Haustiere gehalten werden. Aufgrund der wilden Wolfsgene sind die Mischlinge nicht wie normale Haushunde zu erziehen und können ihren Haltern gegenüber äußerst aggressiv werden. Auch aus Artenschutzgründen gilt es eine Verpaarung von Haushund und Wolf unbedingt zu vermeiden!

Problematisch kann es werden, wenn die Wölfe ihre Scheu vor dem Menschen verlieren. In diesen Fällen ist meist der Mensch selbst Schuld! Durch herumliegende Abfälle, ungeschützte Nutztiere in Siedlungsnähe oder sogar bewusste Fütterung von Wölfen verlieren die Tiere ihre natürliche Zurückhaltung vor den Menschen. Schnell lernen die Tiere die Vorteile, die sich aus der Nähe zum Menschen ergeben, zu schätzen. In manchen Fällen können sich daraus sogenannte Problemwölfe entwickeln. Diese können durch ihre verlorene Scheu und ihr ständiges Verlangen Nahrung zur Gefährdung des Menschen werden. Aus diesen Gründen sollte in Wolfsgebieten unbedingt darauf geachtet werden, den Wölfen keine Nahrung zur Verfügung zu stellen!

Lösungsansätze

Wolfs-erprobte Landwirte in Italien und Spanien zeigen wie Nutztierhaltung neben Wolfsvorkommen trotzdem funktioniert. Mit verschiedenen Schutzmaßnahmen machen sie es den Wölfen nahezu unmöglich ihre Tiere zu erreichen. Selbstverständlich lassen sich diese Schutzmaßnahmen auch bei uns anwenden und reduzieren die Gefahren durch die Wolfsrisse auf ein Minimum.

Wichtig ist es den Wölfen den Zugang zu den Schafen, Ziegen und dem Gatterwild zu erschweren.
Mit einem Elektrozaun geschützte Tiere, die über Nacht eingestallt werden und zusätzlich evtl. noch von Herdenschutzhunden überwacht werden, stellen für die Wölfe keine leichte Beute mehr dar und sind somit uninteressant!

Herdenschutzhunde

Eine sehr alte, aber auch effektive Schutzmaßnahme ist der Einsatz von Herdenschutzhunden. Herdenschutzhunde haben die Aufgabe ihre Herde vor Angreifern schützen. Damit die Hunde sich mit den Schafen ganz besonders eng verbunden fühlen, werden sie schon im Welpenalter zusammen gebracht. Die Herdenschutzhunde wachsen mit den Schafen auf und sehen diese als ihre Geschwister an. Damit die Herdenschutzhunde die Schafe aber auch optimal gegen Angreifer verteidigen können, bedarf es jahrelanges Training. Frühestens nach 1,5-2 Jahren Training kann der Schäfer seine Schafe von den Herdenschutzhunden bewachen lassen. Für einen optimalen Schutz sind 2 Hunde pro Herde nötig. Ist die Herde besonders groß oder die Koppel sehr weitläufig können auch noch weitere Schutzhunde erforderlich sein. Der Einsatz von Herdenschutzhunden ist zwar zeitaufwändig und kostenintensiv, bietet aber einen guten Schutz für die Schafe. Besonders gut ausgebildete Hunde verteidigen ihre Herde nicht nur gegen Wölfe, sondern auch gegen Wildschweine, fremde Hunde oder Menschen. Für einen optimalen Schutz wird in Europa der Einsatz von Herdenschutzhunden immer in Kombination mit Elektrozäunen empfohlen!

Spezielle Hundezuchten aus der Schweiz und Frankreich werden vereinzelt schon in Brandenburg und Sachsen eingesetzt.

Über Nacht einstallen

Ist kein geeigneter Zaun zum Schutz der Nutztiere vorhanden, sollten die Tiere über Nacht in einem sicher verriegelbaren Stall untergebracht werden! Da die Wölfe überwiegend nachts auf Beutezug gehen, müssen die Nutztiere unbedingt über Nacht sicher untergebracht werden. Auf Dauer kann ein ausreichender Schutz allerdings nur durch die zusätzliche Installation eines Elektrozauns erreicht werden.

Gehegeschutz von Gatterwild

Zur Einzäunung von Gatterwild werden häufig stromlose Knotengeflechtzäune aus Draht verwendet. (Knotengeflechtzaun Art.Nr. 28001) Damit der Knotengeflechtzaun auch wirksam den Wolf abhält, muss er mind. 1,20 hoch sein und einen sicheren Unterwühlschutz aufweisen. Empfohlen wird hierbei, den stromlosen Zaun mind. 30cm tief in den Boden mit einzugraben. Alternativ kann auch ein mind. 1m breiter Drahtgeflechtstreifen vor dem Zaun ausgelegt werden. Dieser sollte sicher mit dem bestehenden Zaun verbunden werden und mit Heringen fest im Boden verankert werden (verzinkter Spanndraht Art.Nr. 44689, Heringe im C-Profil ). Leichter lässt sich der Unterwühlschutz mit einem 20cm über den Boden gespannten Elektrodraht herstellen. Genauere Informationen zum Aufbau eines Elektrozauns speziell für Wölfe erhalten Sie unter dem Infopunkt Wolfszaun.

Elektrozaun zum Schutz vor Wölfen

Mit einem Elektrozaun lassen sich Schafe, Ziegen und andere Nutztiere besonders effektiv, einfach und kostengünstig gegen Wolfsangriffe schützen. Die Wölfe erhalten bei Berührung des Elektrozauns einen Stromimpuls, der zwar ungefährlich, aber sehr unangenehm ist, sodass die Raubtiere sich auch in Zukunft von dem eingezäunten Gebiet fernhalten. Experten sind sich einig! Die Einzäunung der Tiere mit einem Elektrozaun bietet den sichersten Schutz vor Wölfen!

Für eine optimale Abwehrwirkung gibt es beim Aufbau und bei der Wahl der Elektrozaunkomponenten einiges zu beachten. Wir von weidezaun.info haben uns mit dem Thema Wolfschutz lange auseinander gesetzt und geben Ihnen im Infopunkt Wolfszaun Tipps und wichtige Hinweise zum Aufbau eines elektrischen Wolfzauns.

04847 80680 | Mo. - Fr. | 8 - 17 Uhr
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